Montag, 31. Juli 2017

Noch ein Ultimate Part 2 ...

Frank ist schuld! Um genau zu sein sind eigentlich 2 Franks schuld, dass ich jetzt im Besitz eines 1992 Yeti Ultimates bin.

Der eine Frank (Wadelton) hatte mir vor 2 Jahren einen FTW-Stem maßgefertigt, der seit dem "nackt" an meiner Werkstattwand hing. Plan war, dass ich mir irgendwann nochmal ein komplett schwarzes Ultimate aufbaue und der Vorbau entsprechend lackiert würde. Jetzt kommt noch mein alter Kumpel Alex mit ins Spiel, der vor 2 Jahren sein 92er purple FRO verkaufte. Da war zwar ein ATAC in Wagenfarbe dran aber Alex hatte auch einen FTW (identisch mit meinem) in purple lackieren lassen und mit 'Ice Axe' decals versehen. Dieser war nun 'übrig' und hing, na klar wo auch sonst, neben meinem FTW an der Wand.




Jedesmal beim Schrauben betrachtete ich nun diese beiden Kunstwerke und es kam wie es kommen musste ... ich begab mich auf die Suche nach einem purple Ultimate. Einige kennen mich ja persönlich und auch meine Schwäche für Neon und außergewöhnliche Farben wie lila und pink. Jetzt gibts Ultimate's ja nicht so oft und in purple leider so gar nicht. Auf neupulvern etc. hätte ich eh keinen Bock gehabt.

Und da kommt Frank Nr. 2 (syn-crossis) in's Spiel. Franky kenne ich schon sehr lange und wir haben schon einige Deals gemacht. Also, dachte ich, ich frag ihn einfach mal ganz vorsichtig nach seinem purple Ultimate. Die Antwort kam sofort und war positiv.

Nun habe ich mein purple Ultimate und freue mich wirklich ganz dolle! Bei mir wird es in einem sehr klassischen Aufbau mit Bullseye, IRD, American Classic und anderen schönen Teilen weiterleben ...





Montag, 6. Februar 2017

1988 Kestrel MXZ

Mein Kestrel ist fertig. Ich wollte unbedingt mal etwas anderes machen und deswegen habe ich es nicht, wie die meisten, mit einer 6-fach XT sondern mit einer DEORE-Gruppe aufgebaut. Mir gefielen die vielen silbernen Teile einfach zu gut. Leider wurde die Gruppe nur 2 Jahre gebaut (1986-88) und insofern gestaltete sich die Suche nach den Teilen etwas schwierig.
 


Cockpit mit einem 1" Headset (Loose Ball), Hersteller unbekannt. Der 145mm Tioga T-Bone ist noch aus der allerersten Serie (siehe Johnny T. Ad) gepaart mit einem Tioga Prestige Lenker.


Von vorn: MT-60 (oder auch im Volksmund "Deore" genannt) wurde nur von 1986-1988 angeboten, danach kam MT-62 Deore II (7-fach), besser bekannt als DX. Hier die Daumis mit passenden 4-Finger Hebeln. Als Griffe Grab-Ons, da die grauen ODI Mountaineer durch ausgasenden Weichmacher klebrig waren und nicht trocken oder gar fest auf dem Lenker zu bekommen waren. Die Aussenhüllen der Bremsen sind 6mm Shimano mit 2mm Seilen. Die Schalzüge originale SIS. Alles komplett aus dieser Zeit.


Die passenden MT-60 Naben, hier noch ganz liebevoll mit der "Deore-Banderole" sowie passenden Schnellspannern. Als Felgen hatte ich dunkle Rando M5 oder polierte Oygen M6 von Mavic zur Auswahl. Ich entschied mich für die M6, da der Silberanteil im unteren Teil des Bikes sehr hoch sein sollte.


Antrieb vorn: Auch MT-60 mit nicht ganz pc 48-32-28 Biopace Blättern. Diese mit dem gelb/blauen Logo gab es erst ab 89 und ich hätte eigentlich die mit gelben Logo gebraucht. Zugunsten der Fahrbarkeit sind es aber diese geworden. Die Vorgänger hatten so eine groteske Eierform, daß mir beim Anschauen schon Angst und Bange wurde. Als Pedale fungieren auch MT-60 (auch hier mit der sexy Banderole). Angetrieben wird das ganze mit einer UG-Kette von D.I.D (Modell Lanner). Den Blattwechsel verrichtet ein MT-60 DP Umwerfer in der Alpine- und Anlötsockelversion. Den zu finden war nicht so einfach ...


Antrieb hinten: Das passende Schaltwerk war relativ schnell bei ebay gefunden und das Ganze auch noch zu einem super Preis (was leider relativ selten ist). Bemerkenswerterweise habe ich neben den NOS-Nabensatz auch noch gleich die passende 13-32 6-fach UG-Kasette in NOS dazu bekommen. Das war eine echte Hilfe, weil diese Teile so gut wie gar nicht aufzutreiben sind. Wenn mal etwas der Richtung auftaucht, ist es meist verdreckter und vercrackter Kern-Schrott kurz vorm Exitus.


Kurz noch was zu Bremsen und Reifen: Selbst die passenden Cantis auzutrieben war nicht ganz so einfach. Sollten es doch die originalen Pre-SLR (passend zu den fetten Hebeln) sein. Abhilfe kam durch meinen Kumpel Alex, der es immer wieder versteht aus irgendeiner Ecke NOS Teile zu zaubern. Das Auswechseln der Klötzer war dann allerdings ein Muß, denn wie ich eingangs erwähnte - ich will das Teil ja auch fahren. Warum jetzt Matthauser? Nun ja, zum Einen sind sie pc und zum Anderen bringen sie das Bike auch tatsächlich zum Stehen. In Ermangelung abgedrehter Flanken bei den Oxygen M6 verursachten die original Shimano Gummis beim Bremsen erst ein merkwürdig schleifendes Geräusch und dann trat auch so etwas wie eine Verzögerung ein. Das Ganze war aber Lichtjahre davon entfernt, was ich unter "greifenden Bremsen" verstehe. Die Wahl der Reifen fiel hier auf Tioga "Farmer John's Cousin" für vorn und hinten. Nicht so meine 1. Wahl aber es gab leider nichts anderes.


 Als Sattel kam ein originaler Turbo von 1988 sowie eine schwarze Strong Stütze zum Einsatz. Bei der Stron Stütze war ich sehr kritisch, weil ich diese Teile nur von Bildern kannte. Letztemdlich war diese aber super verarbeitet und fügte sich harmonisch in das Gesamtbild ein.


Ich bin total zufrieden mit dem Aufbau und es fährt sich auch wirklich klasse. Wer das Kestrel live sehen möchte und im März in Berlin ist, kann gern zur "Berliner Fahrradschau" kommen. Ich werde es dort auf dem Classic-MTB Stand ausstellen.